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Lebertumor

Was ist ein Lebertumor und wie häufig tritt er auf?

Die Anzahl an PatientInnen mit Leberkrebs steigt weltweit an. Unter Lebertumor versteht man eine bösartige Geschwulsterkrankung, die als erstes in der Leber entsteht. Sie ist von Lebermetastasen abzugrenzen, deren Primärtumor außerhalb der Leber liegt. Je nachdem, welche Zellen hierbei entarten, entstehen verschiedene Formen von Leberkrebs:

  • Hepatozelluläre Karzinom: Dabei handelt es sich um den häufigsten Leberkrebs, der von Hepatozyten ausgeht. Er entsteht fast immer in einer Leberzirrhose. PatientInnen geben häufig Gewichtsverlust als Symptom an.
  • Cholangiozelluläre Karzinom: In der Leber kommen auch Cholangiozyten vor. Das sind Zellen, die die Gallenwege ausmauern und ebenfalls entarten können. Eine schmerzlose Gelbverfärbung der Haut ist oft das erste Symptom.

Was sind die Risikofaktoren für die Entstehung eines hepatozellulären Karzinoms (HCC)?

80% der PatientInnen mit HCC haben gleichzeitig eine Leberzirrhose. Aufgrund dessen sollte eine Leberkrebsvorsorge halbjährlich bei PatientInnen mit Zirrhose erfolgen. Das Screening umfasst eine Bildgebung (Ultraschall oder MRT) und die Bestimmung des Tumormarkers (AFP) im Blut.

Kann ein hepatozelluläres Karzinoms (HCC) bei PatientInnen entstehen, die keine Zirrhose haben?

Ja. Das hepatozelluläre Karzinom kann aber auch bei PatientInnen auftreten, bei welchen die Lebererkrankung (noch) nicht zu einer Zirrhose geführt hat. Die Vorstufen von einer Zirrhose können mit dem Fibroscan ermittelt werden und werden in Fibrose Grad 1-3 unterteilt. Der Fibrose Grad 4 entspricht einer Zirrhose, einer irreversiblen Leberverhärtung. Insbesondere PatientInnen mit viraler Lebererkrankung (Hepatitis-B, Hepatitis-C) oder solche mit einer Fettleber sollten sich engmaschig einer Leberkrebsvorsorge unterziehen, unabhängig davon, ob eine Zirrhose vorliegt.

Kann das Risiko für die Entstehung eines hepatozellulären Karzinoms (HCC) gesenkt werden?

Ja, folgende Faktoren können das Risiko senken:

  • Normales Körpergewicht durch regelmäßige körperliche Betätigung und Einhalten einer mediterranen Kost mit viel Gemüse und Fisch (ungesättigte Fettsäuren). Moderater Kaffeekonsum mit 2-3 Tassen pro Tag wird ebenfalls empfohlen.
  • Therapie eines Diabetes Mellitus. Das Krebsrisko kann maßgeblich durch einen frühzeitig erkannten bzw. gut eingestellten Diabetes gesenkt werden.
  • Behandlung einer Hyperlipidämie (Blutfette)

Welche Beschwerden können bei einem Lebertumor auftreten?

  • Bauchschmerzen
  • Vergrößerung von Leber und Milz
  • Ungewollter Gewichtsverlust bei normalem/gesteigertem Appetit
  • Bauchwasser
  • Körperliche Schwäche
  • Gelbsucht

Wie wird ein hepatozelluläre Karzinom (HCC) diagnostiziert?

Liegt eine Zirrhose vor, wird häufig eine Bildgebung zur Diagnosesicherung herangezogen (3-Phasen CT oder MRT mit leberspezifischem Kontrastmittel). Ansonsten muss der Leberrundherd biopsiert werden. Anhand der Biopsie kann untersucht werden, ob der Tumor wirklich seinen Ursprung in der Leber hat. Wenn eine Lebermetastase ausgeschlossen wurde ist es als nächstes wichtig zu wissen, welcher Zellverband innerhalb der Leber entartet ist, weil sich die Therapien von HCC und CCC deutlich unterscheiden.

Wie wird ein hepatozelluläre Karzinom (HCC) therapiert?

Bei allen HCC-PatientInnen sind neben dem Tumorstatus (Größe, Anzahl, Lokalisation und Ausbreitungsgrad), die Leberfunktion und der allgemeine Leistungszustand des Patienten/ der Patientin in die Therapieentscheidung mit einzubeziehen.

  • Operation (Resektion oder Lebertransplantation)
  • Radiofrequenz Ablation (RFA). Durch einen Hautstich wird mit einer Nadel Strom oder Radiowellen innerhalb des Tumors eingebracht. Durch diese Technik lässt sich das umliegende Tumorgewebe in einem Radius von etwa 2-3 cm abtöten. Der minimal-invasive Eingriff wird in Vollnarkose in einem Spital mit entsprechender Expertise durchgeführt.
  • Transarterielle Chemoembolisation (TACE). Bei dem Verfahren wird über die Leiste ein Katheter eingebracht und zum tumorzuführenden Gefäß vorgeschoben wird. Bei dem Vorgehen verwenden  RadiologInnen Arterien wie ein Straßennetz, um die Katheterspitze im Lebertumor zu positionieren. Dort lassen sich dann kleine Partikel verabreichen, die mit einem Chemotherapeutikum vermengt sind. Hierdurch wird der Tumor mit einer deutlich höheren Dosis, als im Vergleich zur konventionellen Chemotherapie behandelt.
  • Chemotherapie in Tabletten

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