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Koloskopie – Darmspiegelung

Eine Darmspiegelung ist empfohlen

  • zur Abklärung von Beschwerden (Blutarmut, Bauchschmerzen, Durchfälle, Verstopfung oder ungewollter Gewichtverlust)
  • bei positivem Ergebnis von Blut auf Stuhl (Hämoccult Test, FIT)
  • zur Darmkrebsvorsorge (ab 50. Lebensjahr oder bei positiver Familienanamnese schon früher)
  • nach einer Divertikulitis
  • zur Abklärung einer gastrointestinalen Blutung (Hämatochezie, Teerstuhl)
  • bei Verdacht auf eine Darmerkrankung (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, mikroskopische Kolitis)
  • zur Kontrolluntersuchung nach vorangegangener Polypektomie

Eine Darmspiegelung ist in der Regel für PatientInnen unangenehm. Deshalb wird eine Darmspiegelung fast immer im Dämmerschlaf durchgeführt. Das heißt, dass der/die Patient_in ein Medikament erhält und für die Dauer der Untersuchung schläft. So ist sichergestellt, dass die Untersuchung weitgehend ohne Schmerzen abläuft.

Die Untersuchung dauert ca. 30 Minuten.

Damit der behandelnde Arzt die Untersuchung machen kann, muss der Darm sauber sein. Das heißt, dass im Idealfall keine Nahrung im Darm ist. Deshalb sollten die PatientInnen einige Tage vor der Untersuchung ihre Ernährung adaptieren und einen Tag zuvor eine abführende Lösung trinken. Ab diesem Zeitpunkt darf nichts mehr gegessen werden.

Die Untersuchung kann nur dann gemacht werden, wenn der Darm gereinigt und leer ist. Wenn die Vorbereitung also nur unzureichend durchgeführt wird, kann es sein,  dass die Untersuchung vorzeitig abgebrochen werden muss oder gar nicht erst gestartet wird.

Grundsätzlich erfolgt die Darmvorbereitung in 2 Etappen (siehe nächster Punkt – genaues Schema). Deren Einnahmezeiten richtet sich nach dem Zeitpunkt der geplanten Koloskopie:
* Um 17:00 des Vortags und 06:00 des Untersuchungstages wenn die Koloskopie vor 14:00 erfolgt.
* Um 06:00 und 11:00 des Untersuchungstages wenn die Koloskopie nach 14:00 erfolgt.

* Koloskopievorbereitung bei Termin 08:00 – 14:00
Am Tag vor der Koloskopie: Es ist nur ein kleines, ballaststoffarmes Frühstück (z.B. Toastbrot) und nur noch klare Suppe zu Mittag erlaubt. Danach soll nichts mehr gegessen werden. PatientInnen sollten über den Tag verteilt 3-4 Liter Wasser zusätzlich zu Vorbereitungslösung trinken.
Moviprep ab 17:00 (des Vortages): Den Inhalt eines Beutels A und eines Beutels B mit Wasser auflösen, um eine 1-Liter -Lösung zu erhalten. Nehmen Sie die gekühlte Lösung aufgeteilt auf mehrere Gläser in einem Abstand von 10-15 Minuten ein.
Am Tag der Koloskopie: Am Tag der Koloskopie darf keine feste Nahrung mehr eingenommen werden. Es sollte jedoch ausreichend Wasser getrunken werden.
Moviprep 4 Stunden vor der geplanten Koloskopie: Den Inhalt eines Beutels A und eines Beutels B mit Wasser auflösen, um eine 1-Liter -Lösung zu erhalten. Nehmen Sie die gekühlte Lösung aufgeteilt auf mehrere Gläser in einem Abstand von 10-15 Minuten ein.

 

* Koloskopievorbereitung bei Termin nach 14:00
Am Tag vor der Koloskopie: Es ist nur ein kleines, ballaststoffarmes Frühstück (z.B. Toastbrot) und kleines Mittagessen  erlaubt. Danach soll nichts mehr gegessen werden.
Am Tag der Koloskopie: Am Untersuchungstag soll keine feste Nahrung mehr eingenommen werden. PatientInnen sollten hingegen ausreichend Wasser trinken. Es sollten etwa 3-4 Liter zusätzlich zu Vorbereitungslösung am Vormittag getrunken werden.
Moviprep ab 06:00: Den Inhalt eines Beutels A und eines Beutels B mit Wasser auflösen, um eine 1-Liter -Lösung zu erhalten. Nehmen Sie die gekühlte Lösung aufgeteilt auf mehrere Gläser in einem Abstand von 10-15 Minuten ein.
Moviprep  ab 10:00: Den Inhalt eines Beutels A und eines Beutels B mit Wasser auflösen, um eine 1-Liter -Lösung zu erhalten. Nehmen Sie die gekühlte Lösung aufgeteilt auf mehrere Gläser in einem Abstand von 10-15 Minuten ein.

Nein. Jeder Patient erhält bei seiner ersten Koloskopie dieselbe Menge an Vorbereitung. Sollten die Sichtverhältnisse bei der Koloskopie trotz optimaler Vorbereitung schlecht sein, kann es sein, dass sich die Vorbereitungszeit verlängert. Genauere Informationen erfolgen im Aufklärungsgespräch.

Es ist empfohlen, protein- bzw. kohlenhydratreiche Speisen zu sich zu nehmen und faserreiche Lebensmittel zu meiden.

Nach der Untersuchung gibt es diesbezüglich keine Einschränkungen.

Vermeiden Sie Nahrungsmittel, die kleine Körnchen (Vollkorngepäck, Müsli, Sesam, Mohn) oder Samen (Kiwi, Weintrauben, Ribisel, Beerenobst) enthalten. Auch Pilze, Tomaten und Paprika sollten 5 Tage vor der Untersuchung nicht mehr gegessen werden, um eine gute Vorbereitung zu gewährleisten.

Ein kleines, ballaststoffarmes Frühstück ist erlaubt (z.B. Toastbrot).
Die Größe des erlaubten Mittagessens richtet sich nach dem Zeitpunkt der geplanten Koloskopie. Während Patienten, die ihren Koloskopie-Termin am Vormittag nur noch eine klare Suppe essen dürfen, können Patienten mit einem Koloskopie-Termin nach 14 Uhr eine kleines Mittagessen zu sich nehmen.

Keine feste Nahrung! Es sollte aber ausreichend Wasser bis 2 Stunden vor dem Eingriff getrunken werden (Keine Säfte!).

Ja, Wasser kann bis 2 Stunden davor getrunken werden.

Je nach ärztlicher Anweisung kann folgende Laboruntersuchungen erforderlich sein: Blutbild (BB), Gerinnung (PTZ, INR) und/oder Blutgruppe.

Es kann vor einer Koloskopie erforderlich sein, Medikamente abzusetzen, die die Blutgerinnung beeinflussen (z.B. Thrombo ASS, Aspirin, Clopidogrel, Plavix, Marcoumar, Phenprocoumon, Sintrom, Eliquis, Pradaxa, Xarelto, Lixiana). Auch Antidiabetika sollten vor einer Koloskopie pausiert werden. Während des ärztlichen Aufklärungsgesprächs wird besprochen, welche Medikamente in Ihrem Fall pausiert werden sollen.

Colonoskopie ist die amerikanische Scheibweise für Koloskopie.

Endoskopische Abklärung