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Sodbrennen 

Was ist Sodbrennen (Reflux)?

Sodbrennen sind Schmerzen hinter dem Brustbein, die durch den Rückfluss (Reflux) von saurem Mageninhalt in die Speiseröhre entstehen. Darüber hinaus kann auch ein Rückfluss von Gallensaft zu Sodbrennen führen. Sodbrennen ist das Leitsymptom der gastroösophagealen Refluxerkrankung.

Wie häufig ist Sodbrennen (Reflux)?

Sodbrennen ist ein weit verbreitetes Problem. In Europa leidet etwa jede/jeder 5. darunter.

Wie kommt es zu Reflux?

94% der PatientInnen haben einen Zwerchfellbruch als Ursache. Reflux kann aber auch bei abnormer Peristaltik der Speiseröhre oder bei erhöhtem Druck im Bauchraum (Adipositas, Schwangerschaft) entstehen.

Ist die Schleimhaut in der Speiseröhre durch den Reflux entzündet?

Nicht immer. Nur 30% der PatientInnen mit Beschwerden, die zu einem Reflux passen können, haben tatsächlich mit dem freien Auge sichtbare Schleimhautverletzungen (Erosionen).

Was sind Risikofaktoren für Reflux?

Alter, männliche Geschlecht, Nikotin, Helicobacter pylori, Essensgewohnheiten (Essen spätabends, Alkohol, säurehaltige Getränke wie Weißwein, Zitrussäfte, Kaffee bzw. Süßspeisen), Stress, unzureichende Clearance („Selbstsäuberung der Speiseröhre“), Medikamente, Schwangerschaft, Übergewicht, Asthma (etwa 30-50% unter ihnen haben Refluxbeschwerden) und vorrangegangene Magenoperationen. Hier kommt es oftmals zu einem alkalischen Reflux mit z.T. gallig bitteren Regurgitationen)

Wie wird Reflux wahrgenommen?

Typischerweise treten die Beschwerden nach dem Essen auf: brennender Schmerz hinter dem Brustbein, Schluckbeschwerden, saures Aufstoßen, Übelkeit, Brustschmerz, Heraufwürgen, Schmerzen im Bereich der Magengrube, Verdauungsbeschwerden, Blähungen, Kloßgefühl, Räusperzwang und Aufstoßen, Pharyngitis, Laryngitis, Tracheitis, Bronchitis, Heiserkeit, Asthmaanfälle, Husten.

Wie wird Reflux diagnostiziert?

  • Klinik
  • Gastroskopie

Wie wird Reflux therapiert?

Medikamentös mittels Magenschutz und durch allgemeine Maßnahmen:

  • Gewichtsreduktion führt bei den meisten PatientInnen zur Heilung und zählt daher zur effektivsten Maßnahme
  • Rauchen aufgeben
  • Mehrere kleine Mahlzeiten und keine späten Mahlzeiten
  • Zeitlicher Abstand zwischen Abendessen und Schlafengehen von zumindest 4 Stunden
  • Das Kopfende des Bettes anheben und einen zweiten Polster nutzen
  • Medikamente meiden, die die Spannung des unteren Speiseröhren-Schließmuskels herabsetzen
  • Auslösende Noxen vermeiden: süße Speisen, Alkohol, Kaffee, säure Getränke (Obstsaft, Wein), Knoblauch, Zitrusfrüchte, tomatenbasierte Produkte, Pfefferminz

Kann man Reflux auch chirurgisch behandeln?

Reflux ist in einem sehr hohen Prozentsatz medikamentös hervorragend behandelbar: „A tablet a day keeps the surgeon away“. Für Betroffene, die keine befriedigende Symptomkontrolle erreichen, steht mit der laparoskopischen Antirefluxtherapie eine Alternative zur Verfügung.

Welche Komplikationen können bei Reflux auftreten?

Barrett-Ösophagus und Engstellen in der Speiseröhre.

Erkrankungen der Speiseröre & des Magens

Sodbrennen (Reflux)