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Mikroskopische Kolitis

Was ist eine mikroskopische Kolitis?

Dabei handelt es sich um eine autoimmunologische Erkrankung des Dickdarms.

Ist eine mikroskopische Colitis häufig?

Es wird eine steigende Inzidenz beobachtet. Frauen entwickeln eine mikroskopische Kolitis häufiger als Männer. Die Diagnose wird üblicherweise im mittleren Lebensalter gestellt.

Was sind die Risikofaktoren für eine mikroskopische Kolitis?

Weibliches Geschlecht, Alter, Rauchen, fraglich infektiöses Auslöser (Yersinien; Campylobacter), Medikamente (NSAR, Magenschutz, Statine)

Tritt eine mikroskopische Kolitis mit Kombination mit Autoimmunerkrankungen auf?

Häufig werden andere Autoimmunerkrankungen mitentdeckt, zu welchen man u.a. die rheumatische Arthritis, M. Hashimoto, Zöliakie, Psoriasis zählt. Die Autoimmunerkrankungen können parallel auftreten – nach ihnen sollte daher proaktiv bei Diagnosesicherung gefahndet werden.

Welche Symptome treten bei mikroskopischer Kolitis auf?

Typischerweise treten wässrige, nicht-blutige Durchfälle auf, welche oftmals von Gewichtsverlust gefolgt sind. Ein weiteres klinisches Charakteristikum sind die nächtlichen Durchfälle. Zu den weiteren beobachteten Beschwerden zählt man: Bauchschmerzen, imperativer Stuhldrang/ Stuhlinkontinenz und Müdigkeit.

Die Symptome ähneln denjenigen eines Reizdarmsyndroms. Bis zu 40% der PatientInnen mit mikroskopischer Kolitis erfüllen die klinischen Kriterien eines Reizdarmsyndroms (RDS) und umgekehrt. Das wichtigste Abgrenzungskriterium gegenüber dem RDS ist die nächtliche Diarrhoe.

Wie wird eine mikroskopische Kolitis diagnostiziert?

Die Diagnose wird histologisch anhand der Biopsien gestellt, die während der Koloskopie entnommen werden. Dabei müssen mehreren Kolonanteilen biopsiert werden, da häufig ein fleckiges/ diskontinuierliches Befallsmuster im Darm beobachtet wird. Die proximalen Kolonanteile sind mit 70% häufiger betroffen als die distalen (30%). Die Makroskopie ist nicht hilfreich, da i.d.R. unauffällig oder unspezifisch mit leichter Rötung, Ödem, Gefäßinjektion.

Ist das Calprotectin bei mikroskopischer Kolitis erhöht?

Das Calprotectin ist oft aber nicht immer erhöht.

Wie wird eine mikroskopische Kolitis therapiert?

Wenn die Diagnose einer mikroskopischen Kolitis feststeht, kann den meisten PatientInnen mit Steroide gut geholfen werden. Steroide kommen zum Einsatz sowohl bei der lymphozytären als auch bei der kollagenen Form der mikroskopsichen Kolitis. Therapiert wird üblicherweise über 6-8 Wochen. Nach einem Auslassversuch kann es jedoch im weiteren Verlauf zu Rückfällen kommen. In diesem Fall kann eine Dauertherapie mit der niedrigsten effektiven Steroid-Dosis abgewogen werden.

Wie häufig kommt es zu einem Rezidiv?

In der Regel wird ein chronisch rezidivierender Verlauf beobachtet, wenngleich auch spontane Remissionen möglich sind. Etwa 3 von 4 PatientInnen mit einer mikrokopische Kolitis entwickeln ein Rezidiv im weiteren Verlauf.

Stellt die mikroskopische Kolitis ein Risiko für die Entstehung von Darmkrebs dar?

Nein, eine mikroskopische Kolitis geht nicht mit einem erhöhten Risiko für Darmkrebs einher.

Darmerkrankungen

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