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Fruktose- & Laktoseunverträglichkeit

Allergien und Unverträglichkeiten gegenüber Nahrungsmitteln werden für eine Vielzahl von Symptomen und Krankheitsbildern verantwortlich gemacht. Einige Menschen klagen darüber, bestimmte Lebensmittel nicht zu vertragen, weil nach deren Verzehr gastrointestinale Beschwerden wie Schmerzen, Blähungen und/oder Durchfälle auftreten. Als Auslöser werden oft Milch, Brot oder Knoblauch ausgemacht was die Betroffenen dazu bringt strikte Diäten einzuhalten.

Man unterscheidet zwischen immunologisch und nicht-immunologisch vermittelten Nahrunsgmittelunverträglichkeiten. Zu den immunmediierten Erkrankungen werden die Zöliakie, die eosinophile Ösophagitis und sehr selten die IgE-vermittelte Allergie gezählt. Die andere Gruppe umfasst u.a. die Fruktose- und Laktoseunverträglichkeit.

Was ist Fruktose und wo kommt sie vor?

Fruktose ist ein Einfachzucker und kommt in bestimmten Obstsorten, aber auch in Honig sowie in zahlreichen Fertigprodukten vor.

Warum ist die Fruktosunverträglichkeit so häufig?

Sie stellt ein häufiges Problem dar, da Kohlenhydrate ein Nahrungshauptbestandteil in der westlichen Welt ist.

Welche Beschwerden äußern sich bei einer Fruktoseunverträglichkeit?

Es kommt zu Blähungen, Bauchschmerzen und Durchfall.

Kann eine Fruktoseintoleranz auch im Rahmen anderer Darmerkrankungen auftreten?

Ja, die Fruktoseintoleranz kann auch sekundär, also nach einer Gastroenteritis oder Zöliakie auftreten.

Wie wird die Diagnose gestellt?

Der Verdacht kann anamnestisch gestellt werden, die Diagnose wird aber durch Atemtest gestellt.

Wie sieht die Therapie bei Fruktoseintoleranz aus?

Mittels Diät soll die individuelle Toleranz ermittelt werden. Deren Fortführung wird aber nur bei eindeutiger Symptomlinderung empfohlen.

 

 

Wo kommt Laktose vor?

Vor allem in der Milch und Milchprodukten aber auch in Fertiggerichten und Saucen, da die Zugabe von Laktose deren Konsistenz verbessert.

Wird eine Laktoseintoleranz häufig beobachtet?

Ja, sie stellt ein häufiges Problem dar.

Kann eine Laktoseintoleranz auch im Rahmen anderer Darmerkrankungen auftreten?

Die Laktoseintoleranz kann primär oder sekundär (nach Gastroenteritis oder Zöliakie) auftreten.

Warum kommt es zu einer Laktoseunverträglichkeit?

Der Dünndarm ist nicht in der Lage, Fruktose in Glukose und Galaktose zu spalten.

Warum haben PatientInnen mit Laktoseunverträglichkeit Durchfälle und Flatulenzen?

Bei PatientInnen mit einer Laktoseunverträglichkeit kommt die Laktose infolge eines Enzymmangels (Laktase) unverdaut im Kolon an, wo sie von den dort vorkommenden Bakterien gespalten wird. Das Abspaltprodukt H2 wird im Darm zu Gasen und osmotisch aktiven Metaboliten fermentiert. Es resultieren Durchfälle und Flatulenzen.

Wie wird eine Laktose-Unverträglichkeit diagnostiziert?

Der Verdacht kann anamnestisch gestellt werden (Zusammenhang zwischen Laktoseeinnahme und Symptomen wie Blähungen, Bauchkrämpfe, Durchfall) die Diagnose wird aber durch Atemtest gestellt.

Wie läuft ein Laktose-H2-Atemtest ab?

PatientInnen werden aufgefordert 50g Laktose (das entspricht etwa 1L Milch) zu trinken. Normalerweise wird Laktose im Dünndarm nach Verstoffwechslung resorbiert. Bei denjenigen mit dem Laktose-Enzymmangel kann diese Verstoffwechslung nicht stattfinden und die Laktose rinnt ins Kolon weiter, wo sie durch die dort vorkommenden Darmbakterien zersetzt wird. Dabei fällt das Gas H2 an, welches über das Blut aufgenommen und zur Lunge gebracht wird, wo es abgeatmet und folglich in der Atemluft gemessen wird. Bei PatientInnen mit Enzymmangel kommt es zu einem H2 Anstieg in der Atemluft. Bessert sich die Klinik nach eine Laktosediät ist die Nahrungsmittelunverträglichkeit bewiesen.

Muss jede Laktose-Unverträglichkeit therapiert werden?

Nein, nur dann, wenn sie symptomatisch ist. Diese Malabsorption ist sehr häufig und tritt oftmals asymptomatisch auf. In dem Fall spricht man von einer asymptomatischen Kohlenhydrat-Unverträglichkeit ohne jeglichem Krankheitswert und Behandlungs-notwendigkeit.

Wie wird eine Laktoseunverträglichkeit therapiert?

Mittels Diät soll die individuelle Toleranz ermittelt werden. Eine Laktosereduktion reicht im Prinzip aus. Da es ein Mengenproblem ist, müssen sich die PatientInnen nicht komplett laktosefrei ernähren. Eine Fortführung der Diät sollte nur dann durchgeführt werden, wenn diese zu einer eindeutigen Symptom-Linderung geführt hat. Wenn keine Besserung der Klinik eintritt, sollte an ein Reizdarm differentialdiagnostisch gedacht werden. Weiters können Laktase Kapseln oder Probiotika mit ß-Galaktasidase-Aktivität zur Anwendung kommen. Auf eine Kalzium- und Vitamin D Zufuhr zur Osteoporose Prophylaxe ist ebenfalls zu achten.

Darmerkrankungen

Nahrungsmittelunverträglichkeit